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Grenzkontrolle · Border Control

Einreise nach Hinterfotzing

Bitte bestätigen Sie, dass Sie weder verbotenen Käse noch übermäßigen gesunden Menschenverstand mitführen.

Bearbeitungszeit: überraschend sofort.
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Freie Republik Hinterfotzing
● Amtlich ungeklärt seit einem Fax

Die Freie Republik Hinterfotzing

Ein Käse. Ein Fax. Eine Republik, die niemand bestellt hat. Eine derbe Alpen-Satire über Bürokratie, Größenwahn und die Frage, wie viele Stempel ein Staat eigentlich braucht.

⚠ KÄSESTATUS: SENSIBEL · GRENZLAGE: UNÜBERSICHTLICH · FAX: BETRIEBSBEREIT · BIERDECKELRESERVE: AUSREICHEND · HYMNENSTATUS: IN ARBEIT ·     ⚠ CHEESE STATUS: SENSITIVE · BORDER: COMPLICATED · FAX: OPERATIONAL · BEER-COASTER RESERVES: ADEQUATE · ANTHEM: PENDING ·    
Amtliches BewegtbildOfficial Moving Evidence

60 Sekunden Staatschaos.60 seconds of state chaos.

Ein Käse. Ein Fax. Ein Dorf, das plötzlich eine Grenze braucht. Der offizielle Trailer zur völlig inoffiziellen Republik.

One cheese. One fax. One village that suddenly needs a border. The official trailer for the entirely unofficial republic.

🧀 KÄSE / CHEESE📠 FAX🐄 RESI💦 WASSERKRIEG₿ KRYPTO-KAS
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Lagebericht 001

So gründet man aus Versehen einen Staat.

Man nehme ein missverstandenes Käseverbot, sieben Stammtischstrategen, einen funktionierenden Faxanschluss und eine Verwaltung, die ihre Rückfragen lieber nach der Mittagspause stellt.

312Einwohner
487Rinder
1strategisches Fax
0vernünftige Ausstiegspläne
01

Der Käse

Brüssel wird verdächtigt. Beweise: ein Blatt Papier und schlechte Laune.

02

Das Fax

Ein Formular wird abgeschickt. Die Geschichte bekommt Papierstau.

03

Die Grenze

Alois verlangt Pässe. Auch von Leuten, die hier wohnen.

04

Die Währung

Bierdeckel werden Geld. Das funktioniert beunruhigend gut.

05

Die Welt

UNO, Presse und Krypto entdecken ein Dorf, das nur Ruhe wollte.

06

Der Wasserkrieg

Ein Gartenschlauch wird zur geopolitischen Kategorie.

Freigegebene AkteneinsichtDeclassified Reading File

Drei Seiten, bevor die Republik teuer wird.Three pages before sovereignty gets expensive.

Eine kurze Leseprobe aus dem Beginn des Romans. Mehr wird aus Gründen der nationalen Sicherheit vorerst nicht freigegeben.

A short sample from the opening of the novel. Further pages remain classified for reasons of national security.

⚠ Hinweis des Innenministeriums: Lautes Lachen kann an der Grenze deklarationspflichtig sein.⚠ Ministry notice: excessive laughter may have to be declared at the border.

Kapitel 1 · Der Käse

Aus dem Off, ruhig, freundlich und mit jener angenehmen Wärme, die öffentlich-rechtliche Dokumentationen gewöhnlich für Steinadler, Almrosen und Menschen verwenden, die seit vierzig Jahren Holzlöffel schnitzen:

„Hinterfotzing liegt auf 1.137 Metern Seehöhe in einem abgelegenen Seitental der österreichischen Alpen. Die Gemeinde zählt 312 Einwohner, 487 Rinder, zwei Bushaltestellen und einen Defibrillator, von dem niemand genau weiß, wo er hängt. Bekannt ist Hinterfotzing vor allem für seine unberührte Natur, seine Gastfreundschaft und einen Käse, dessen Geruch bereits mehrfach zu einem Fehlalarm der Freiwilligen Feuerwehr geführt hat.“

Der Käse hieß Hinterfotzinger Bergkas.

Das war kein besonders fantasievoller Name. Aber in Hinterfotzing hielt man Fantasie ohnehin für etwas, das Menschen brauchten, die keine Kühe hatten. Der Bergkas war rund, schwer und von einer gelblich-braunen Rinde umgeben, die aussah, als hätte sie eine längere Haftstrafe hinter sich.

Zenzi vertraute niemandem, der ihren Käse berührte. Nicht ihrem Bruder, nicht dem Bürgermeister und seit 2014 auch nicht mehr dem Pfarrer, nachdem der bei der Erntedankmesse einen Laib mit beiden Händen angefasst und gesagt hatte: „Mei, der is aber ordentlich feucht.“ Zenzi hatte daraufhin vier Jahre lang nicht mehr gebeichtet. Auf Nachfrage erklärte sie, sie habe nichts zu bereuen.

An diesem Dienstagmorgen betrachtete sie achtundvierzig Laibe mit der stillen Zuneigung einer Mutter, die insgeheim wusste, welches ihrer Kinder das beste war. Nummer siebenundzwanzig hatte Charakter. Nummer achtzehn hingegen bereitete ihr Sorgen.

„Du schwitzt“, sagte Zenzi.

Der Käse antwortete nicht.

„I sehs genau.“

Keine Reaktion.

„Des fang ma gar net erst an.“

Die Lebensmittelaufsicht

Vor der Alm parkte ein weißer Škoda. Auf der Tür stand LEBENSMITTELAUFSICHT. Daneben ein Wappen.

Aus dem Wagen stieg ein Mann um die vierzig mit Aktentasche, sauberem Mantel und Schuhen, die zu sauber waren, um auf einer Alm etwas Gutes zu bedeuten. Ein Mann mit solchen Schuhen hatte entweder die Orientierung verloren oder berufliche Absichten.

Beides war schlecht.

„Frau Moierl?“

„Kommt drauf an.“

Der Mann hielt ihr einen Ausweis hin. „Diplom-Ingenieur Magister Peter Wurzinger. Lebensmittelaufsicht.“

Zenzi sah auf den Ausweis. Dann auf ihn. Dann wieder auf den Ausweis.

„Zwei Titel.“

„Bitte?“

„Sie ham zwei Titel.“

„Ja.“

„Wieso?“

„Wie bitte?“

„Ob einer net gereicht hat.“

Wurzinger senkte langsam den Ausweis. „Ich bin hier wegen Ihrer Käseproduktion.“

„Na.“

„Doch.“

„Na.“

„Frau Moierl, ich muss die Produktionsstätte kontrollieren.“

„Die steht heut net zur Verfügung.“

Wurzinger sah zur offenen Kellertür. Dahinter standen achtundvierzig Käse.

„Warum?“

Zenzi überlegte. „Ruhetag.“

„Für den Käse?“

„A Kas braucht auch amal seine Ruh.“

Das Missverständnis

„Und was passiert, wenn i nix ändere?“

„Im schlimmsten Fall könnte ein Inverkehrbringen vorübergehend untersagt werden.“

Stillstand.

Sogar Resi hörte auf zu kauen.

„Was?“

„Theoretisch.“

„Was ham S’ grad gesagt?“

„Dass unter bestimmten Voraussetzungen—“

„MEIN KAS WIRD VERBOTEN?“

„Nein!“

Resi begann wieder zu kauen.

„Sie hams grad gesagt.“

„Ich habe gesagt, theoretisch könnte—“

„A Verbot.“

„Nein.“

„Vorübergehend.“

„Unter Umständen.“

„EU.“

„Das habe ich so nicht gesagt.“

Zenzi hielt ihm das gefaltete Blatt entgegen. „Stehts da drin?“

„Nicht in dieser Form.“

„Dann stehts also drin.“

Wurzinger schloss für einen kurzen Moment die Augen. Irgendwo tief in seinem Inneren starb ein kleiner Teil des öffentlichen Dienstes.

Bevor er ging, rief er: „Bitte erzählen Sie niemandem, die EU hätte Ihren Käse verboten!“

Zenzi wartete, bis sein Wagen hinter der Kurve verschwunden war. Dann holte sie ihr Telefon heraus.

„Traudl? Die EU verbietet meinen Kas.“

Chapter 1 · The Cheese

Voice-over, calm and friendly, with that soothing warmth public-service documentaries usually reserve for golden eagles, alpine flowers and people who have been carving wooden spoons for forty years:

“Hinterfotzing lies 1,137 metres above sea level in a remote side valley of the Austrian Alps. The municipality has 312 inhabitants, 487 cattle, two bus stops and a defibrillator nobody is entirely sure how to locate. Hinterfotzing is best known for its untouched scenery, its hospitality and a cheese whose smell has, on several occasions, triggered false alarms for the volunteer fire brigade.”

The cheese was called Hinterfotzinger Bergkäse.

It was not an especially imaginative name. But in Hinterfotzing, imagination was generally regarded as something people needed when they did not have cows. The Bergkäse was round, heavy and wrapped in a yellow-brown rind that looked as though it had served a lengthy prison sentence.

Zenzi trusted nobody who touched her cheese. Not her brother, not the mayor and, since 2014, not even the priest, after he had picked up a wheel with both hands at the harvest festival service and said, “Good Lord, that’s rather moist.”

On this particular Tuesday morning, she regarded forty-eight wheels with the quiet affection of a mother who secretly knew which of her children was the best. Number twenty-seven had character. Number eighteen worried her.

“You’re sweating,” Zenzi said.

The cheese did not reply.

“I can see you.”

Nothing.

“Don’t you start.”

Food Inspection

A white Škoda was parked in front of the dairy. On the door were the words FOOD INSPECTION. Beside them was a coat of arms.

A man of about forty got out carrying a briefcase, wearing a clean coat and shoes far too clean for anything good to happen on an alpine farm. A man with shoes like that was either lost or there in a professional capacity.

Both were bad.

“Ms Moierl?”

“Depends.”

The man held out an identity card. “Diplom-Ingenieur Magister Peter Wurzinger. Food Inspection.”

Zenzi looked at the card. Then at him. Then back at the card.

“Two titles.”

“Sorry?”

“You’ve got two titles.”

“Yes.”

“Why?”

“I beg your pardon?”

“Wasn’t one enough?”

Wurzinger slowly lowered the card. “I’m here regarding your cheese production.”

“No.”

“Yes.”

“No.”

“Ms Moierl, I have to inspect the production premises.”

“They’re not available today.”

Wurzinger looked over her shoulder at the open cellar door. Forty-eight wheels were visible behind it.

“Why not?”

Zenzi considered this. “Day off.”

“For the cheese?”

“Cheese needs a bit of peace too.”

The Misunderstanding

“And what happens if I change nothing?”

“In the worst case, placing the product on the market could be temporarily prohibited.”

Everything stopped.

Even Resi stopped chewing.

“What?”

“Theoretically.”

“What did you just say?”

“I said that under certain circumstances—”

“THEY’RE BANNING MY CHEESE?”

“No!”

Resi started chewing again.

“You just said it.”

“I said that theoretically—”

“A ban.”

“No.”

“Temporary.”

“Under certain circumstances.”

“EU.”

“That is not what I said.”

Zenzi held the folded sheet out to him. “Is it in there?”

“Not in those words.”

“So it’s in there.”

Wurzinger closed his eyes for a moment. Somewhere deep inside him, a small part of the Austrian civil service died.

Before leaving, he called out: “Please do not tell anyone the EU has banned your cheese!”

Zenzi waited until the car vanished around the bend. Then she took out her phone.

“Traudl? The EU is banning my cheese.”

Regierungsapparat

Menschen, die das alles hätten verhindern können.

Leider waren sie beschäftigt.

Präsident wider Willen

Sepp Grantl

22 Jahre Bürgermeister. Wollte eigentlich nur seine Ruhe. Entdeckt dann, dass Winken vom Präsidentenfenster überraschend angenehm ist.

Ministerium für Käse

Zenzi Moierl

Vertraut Kühen mehr als Menschen und Käse mehr als Kühen. Ihre Außenpolitik lautet im Wesentlichen: Finger weg vom Kas.

Verteidigungsminister

Klaus Brandstetter

Metzger. Strategischer Denker. Betrachtet internationale Konflikte bevorzugt aus der Perspektive einer Schweinehälfte.

Ministerium für Realität

Vroni Grantl

Die einzige Person, die versteht, was passiert. Was ihre Lage nicht verbessert, sondern lediglich dokumentiert.

De-facto-Regierungschefin

Traudl

Wirtin. Stempelbesitzerin. Kann mit einem Leberkäs-Embargo mehr erreichen als andere mit einem Außenministerium.

Krypto ohne Auftrag

Chad Ferring

Will aus einem Dorf eine Blockchain-Nation machen. Hat die Kuh ausdrücklich nicht tokenisiert. Behauptet er.

Internationale Beobachtung

Dr. Beatrice N’Diaye

Hochkompetent. Diplomatisch. Kam für einen Bericht und verlor Schritt für Schritt den Glauben an klare Zuständigkeiten.

Bürgermeister von drüben

Adalbert Zwickl

Möchte strategisch denken, geopolitisch wirken und vor allem Hinterfotzing endlich erklären, warum es Hinterfotzing nicht geben sollte.

Antrag auf Staatswerdung

Status: In Bearbeitung

☑ Souveränität (ungefähr)
☑ Grenzen (wenn Alois da ist)
☑ Währung (Bierdeckel)
☑ Verfassung (mehrfach geändert)
☑ Nationalhymne (Jodelproblem)
☐ Gesunder Menschenverstand
Seit 3 Jahren
Ministerien mit klarer Kompetenzlage

Also ungefähr klar.

Finanzen

Traudls Kreidetafel. Binnenkurs: 1 Hinter = 1 Euro. Internet soll machen, was es will.

Verteidigung

Vier Männer, ein Dackel, ein Traktor und eine bedenklich große Rolle Tarnnetz.

Außenpolitik

UN-Beobachtung, Käseexporte und gelegentliche diplomatische Beziehungen zum Nachbartal.

Inneres

Alois. Schranken. Reisepässe. Keine weiteren Fragen.

Bundesamt für spontane ZugehörigkeitFederal Office of Spontaneous Belonging

Staatsbürgerschaft beantragen.Apply for citizenship.

Völlig unverbindlich. Völlig lokal im Browser. Erstaunlich amtlich.Entirely unofficial. Entirely local in your browser. Alarmingly official-looking.

Formular HFZ-01Form HFZ-01

Keine Übertragung, keine Speicherung: Der Spaß läuft ausschließlich in deinem Browser.No transmission, no storage: this joke runs entirely in your browser.
Hier erscheint dein vorläufig amtlicher Bescheid, sobald das Fax entschieden hat.Your provisionally official decree appears here once the fax has made its decision.
Offizielle Druckerzeugnisse

Zwei Sprachen. Derselbe Verwaltungsfehler.

Der Roman ist auf Deutsch und in einer eigenständig adaptierten englischen Comedy-Fassung verfügbar.

Deutsches Buchcover
Deutsch · Paperback & eBook

Die Freie Republik Hinterfotzing

Eine derbe Alpen-Komödie über einen Käse, ein Fax und ein Dorf, das plötzlich feststellen muss, dass Unabhängigkeit vor allem aus Formularen besteht.

  • Finale korrigierte v8
  • 434 Seiten im 5×8-Taschenbuchsatz
  • EPUB2
English book cover
English · Paperback & eBook

The Free Republic of Hinterfotzing

A dry, absurd Alpine comedy about cheese, accidental sovereignty, crypto optimism and the terrifying administrative power of a properly stamped form.

  • Native-style English adaptation
  • 476-page 5×8 paperback edition
  • EPUB2
Film · TV · DevelopmentFilm · TV · Development

Die Republik sucht eine Filmproduktion.The republic is looking for a production partner.

Der Stoff liegt zweisprachig als Roman, Artwork-Paket, Trailer und Film-Pitch vor. Das neue Pitch Deck kann direkt heruntergeladen werden.The property is packaged bilingually with novel editions, artwork, trailer and a dedicated film pitch deck.

Hinterfotzing Film Pitch Deck preview
Rechte & ProduktionRights & Production

Ein Fax für die große Leinwand.Turn the fax into a film.

High-Concept-Ensemble-Komödie aus den österreichischen Alpen: visuell, trailerfähig, international verständlich und mit einer Kuh, die praktisch schon einen Agenten braucht.

A high-concept Alpine ensemble comedy: visual, instantly trailerable, internationally readable — and featuring a cow that practically needs representation.

Heinz Siegfried Pestner
iac@gmx.at
+43 699 10626119
Aus dem Off
„Man kann einen Staat aus vielen Dingen bauen. Geschichte. Gewalt. Verträge. In Hinterfotzing genügten Käse, Alkohol und ein Faxgerät.“
Dokumentarische Staatsbeobachtung